Manche Projekte beginnen lange bevor sie sichtbar werden.
Als ich im Februar meine erste Einzelausstellung „Was bleibt, ist das Gefühl“ eröffnet habe, ging es für mich nicht nur darum, Bilder zu zeigen. Es war der Moment, an dem viele Monate des Suchens, Malens und Hinterfragens einen gemeinsamen Raum gefunden hatten.
Die Ausstellung ist aus der Frage entstanden, was von Begegnungen, Orten und Momenten bleibt, wenn das eigentliche Erlebnis längst vergangen ist. Nicht die exakte Erinnerung interessiert mich, sondern die Atmosphäre, die sich festsetzt und oft viel länger nachwirkt als das Sichtbare.
Die Kraft von Kunst
Besonders bewegt haben mich die Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern. Oft erzählten sie nicht davon, was sie in einem Bild „erkannt“ haben, sondern welche Erinnerungen oder Gefühle es in ihnen ausgelöst hat. Genau darin liegt für mich die Kraft von Kunst: Sie eröffnet Räume für eigene Gedanken.
Rückblickend war diese Ausstellung weit mehr als eine Präsentation meiner Arbeiten. Sie hat mir gezeigt, dass künstlerische Prozesse erst dann vollständig werden, wenn sie mit anderen Menschen in Dialog treten.
Sie war der Beginn eines neuen Weges – und gleichzeitig die Bestätigung, ihn weiterzugehen.


